Entwicklung und Produktion in Deutschland

Wägezellen vom Hersteller, ausgelegt auf Ihre Anwendung

Eine Wägezelle wandelt eine Gewichtskraft in ein elektrisches Signal um und ist das messende Bauteil jeder elektronischen Waage. Wir entwickeln und produzieren Wägezellen von 300 Gramm bis 520 Tonnen und unterstützen bei der Auswahl der passenden Wägezelle, statt nur eine Artikelnummer zu nennen.

Direkt erreichbar unter +49 40 67960 303.

Techniker prüft die Verwiegung von Prozessbehältern in einer Lebensmittelproduktion
300 g bis 520 tNennlastbereich über alle Baureihen
bis Klasse C6nach OIML R60, entspricht 0,008 Prozent
bis IP69Khermetisch verschweißt, für Nassreinigung
rund 150 JahreErfahrung in der Wägetechnik

Welche Wägezelle passt zu Ihrer Anwendung?

Drei Angaben genügen für einen konkreten Vorschlag.

1Wo wird gewogen?

2Welche Last kommt zusammen?

3Gibt es eine besondere Anforderung?

Sobald die drei Angaben gesetzt sind, erscheint hier der Vorschlag mit Bauform und passenden Baureihen.

Der Vorschlag ist eine Vorauswahl. Die verbindliche Nennlast ergibt sich erst aus Eigengewicht, maximaler Füllmenge, Anzahl der Stützen und Sicherheitsreserve.

Unsere BaureihenAnwendung wählen, Basisdaten vergleichen, Details auf der Produktseite

Behälter- und Silowaagen, 500 kg bis 520 t

Drucklast-Wägezellen nach dem Pendelstützenprinzip. Die Pendelstütze nimmt Bewegungen auf, die durch Wärmedehnung, Rührwerke oder Rohrleitungskräfte entstehen, und leitet nur die senkrechte Kraft in den Sensor.

Kategorieseite mit allen Varianten und Einbausätzen ›

Drucklast-Wägezelle Inteco mit Kabel, Frontansicht

Inteco®

Drucklast, analog und digital

Für Silo- und Behälterverwiegung mit hohem Genauigkeitsanspruch. FlexLock-Einbausätze fangen Seitenkräfte und thermische Bewegung ab.

Nennlast
500 kg bis 75 t
Genauigkeit
bis C6 (0,008 %)
Schutzart
IP68, IP69
Werkstoff
Edelstahl 1.4301
ATEXFMIEC-ExNTEPOIML
Drucklast-Wägezelle PR 6201

PR 6201

Drucklast, Hochlast

Für Hochlast-Silos und Tanks im dreistelligen Tonnenbereich. Matched Output erlaubt den Tausch einer Zelle ohne Neukalibrierung der Waage.

Nennlast
100 t bis 520 t
Besonderheit
Vorjustage ohne Referenzgewicht
Schutzart
IP68, IP69
Werkstoff
Edelstahl 1.4301
ATEXFMIEC-ExOIML
Flache Drucklast-Wägezelle PanCake PR 6251

PanCake® PR 6251

Drucklast, flache Bauform

Erste Wahl, wenn ein bestehender Behälter nachträglich verwogen werden soll und kaum Bauhöhe unter den Füßen bleibt.

Nennlast
500 kg bis 16 t
Fehlerklasse
L (0,5 %)
Ex-Bereich
Zone 1, 2, 20, 21, 22 und FM DIV 1
Besonderheit
Nachrüstung ohne Umbau der Abstützung
ATEXFMIEC-ExOIML

Behälter- und Silowaagen, 30 kg bis 10 t

Kompakte Drucklast- und S-Typ-Zellen für kleine und mittlere Prozessbehälter. Im Vordergrund stehen geringe Systemhöhe, Korrosionsbeständigkeit und Temperaturfestigkeit.

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Kompakt-Drucklast-Wägezelle PR 6211

PR 6211

Drucklast, kompakt

Für beengte Einbauräume und heiße Prozesse. Die Dünnfilmtechnologie erlaubt Gebrauchstemperaturen bis 180 °C.

Lastbereich
Kategorie 30 kg bis 10 t
Temperatur
bis 180 °C
Schutzart
IP68
Werkstoff
Edelstahl 1.4542
ATEXFMOIML
Kompakt-Drucklast-Wägezelle PR 6212

PR 6212

Drucklast, kompakt

Für aggressive Umgebungen in Chemie und Stahl. Montage über Kopf möglich, Anhebe- und Dummyfunktion sind integriert.

Nennlast
500 kg bis 10 t
Schutzart
IP68, IP69
Werkstoff
Edelstahl 1.4418, Beschichtung optional
Service
Anhebe- und Dummyfunktion integriert
ATEXFMIEC-ExNTEPOIML
Drucklast-Wägezelle PR 6241 in S-Form

PR 6241, S-Typ

Drucklast in S-Form

Die S-Form leitet die Last momentenfrei ein und verkraftet Bewegungen aus mechanischer und thermischer Ausdehnung.

Nennlast
100 kg bis 5 t
Schutzart
IP68, 1,5 m Wassertiefe über 10.000 h
Werkstoff
Edelstahl 1.4542, hermetisch verschweißt
Signal
analog, digital mit Connexx®
ATEXFMIEC-ExNTEPOIML

Digitale Behälter- und Siloverwiegung

Die Analog-Digital-Wandlung sitzt in der Zelle. Jede Zelle ist einzeln adressierbar, liefert ihren eigenen Wert und meldet Störungen im Klartext. Das verkürzt die Fehlersuche an Silos mit mehreren Stützen deutlich.

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Digitale Wägezelle Pendeo Process

Pendeo® Process

Drucklast, digital

Für Anlagen mit hoher Verfügbarkeitsanforderung. Eine defekte Zelle lässt sich simulieren, sodass die Produktion bis zum geplanten Tausch weiterläuft.

Nennlast
2 t bis 50 t
Schutzart
IP66, IP68, IP69, IP69K
Werkstoff
Edelstahl 1.4301, hermetisch verschweißt
Diagnose
Parameter auslesbar, Fehlermeldung je Zelle
ATEXOIML R60VIBRATIONSFEST

Zuglast-Wägezellen

Für hängende Behälter, Dosier- und Abfüllsysteme. Die S-Form nimmt die Last in der Zugachse auf, sodass keine Biegemomente in den Sensor gelangen.

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Zuglast-Wägezelle PR 6246

PR 6246, S-Type

Zuglast

Für hängende Behälter und Dosiersysteme mit wechselnder Belastung. Überlastreserve bis 150 Prozent.

Nennlast
100 kg bis 3 t
Genauigkeit
bis C6
Schutzart
IP68, IP69K
Werkstoff
Edelstahl 1.4542, TPE-Spezialkabel
ATEXFMIEC-ExNTEPOIML
Zuglast-Wägezelle LC Tigo

LC Tigo®, S-Type

Zuglast

Für hängende Behälterwaagen mit hoher Auflösung. Auf Wunsch mit passendem Transmitter, Indikator oder Controller als abgestimmte Kette.

Nennlast
modellabhängig, siehe Produktseite
Genauigkeit
hohe Auflösung, eichfähig nach OIML
Schutzart
IP66, IP67
Werkstoff
rostfreier Edelstahl
ATEXNTEPOIML

Hygienisches Design

Wägemodule, die nach den EHEDG-Richtlinien konstruiert sind: ohne Schrauben und Spalten, in denen sich Produktreste halten. Novego® nutzt Edelstahl 1.4418 statt des klassischen 1.4542, weil dieser aggressive Reinigungsmedien besser verträgt.

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Wägemodul Novego im hygienischen Design

Novego®

Wägemodul, analog und digital

Für Lebensmittel, Pharma und Molkereien. Sechs Dehnungsmessstreifen nehmen Seitenkräfte bis 20 Prozent der Last auf, die Höhenverstellung bis 8 cm spart Unterbau.

Genauigkeit
C3 nach OIML R60
Schutzart
IP68, IP69
Werkstoff
Edelstahl 1.4418
Signal
analog oder digital, CANopen bis 200 m
ATEXFMIEC-ExNTEPOIML
Wägemodul Contego, Frontansicht

Contego®

Wägemodul, vormontiert

Kommt fertig montiert mit Zelle, Fesselung und Abhebesicherung. Die Jack-up-Funktion hebt den Behälter für die Wartung an, ohne das Modul zu demontieren.

Aufbau
Modul mit Zelle, Fesselung, Abhebesicherung
Schutzart
IP68, IP69
Werkstoff
Sensor 1.4542, Einbausatz 1.4404, Balg Silikon FDA
Service
Jack-up-Funktion integriert
ATEXNTEPOIML
Hygienische Drucklast-Wägezelle PR 6202

PR 6202

Drucklast, hygienisch

Für Lebensmittel-, Pharma- und Chemieanlagen mit weitem Temperaturfenster. Das optimierte Ausgangssignal macht den Eckenabgleich überflüssig.

Temperatur
−40 °C bis +95 °C im Dauerbetrieb
Schutzart
IP68 (1,5 m / 10.000 h), IP69K
Werkstoff
Edelstahl 1.4404
Inbetriebnahme
kein Eckenabgleich erforderlich
ATEXFMIEC-ExOIML R60

Fahrzeugwaagen

Diese Zellen stehen im Freien, werden überfahren und müssen Blitzeinschlag, Streusalz und Dauerregen überstehen. Entsprechend liegt der Schwerpunkt auf Kapselung, Rückstellkraft und Blitzschutz.

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Fahrzeugwaagen-Wägezelle PR 6221 mit Einbausatz

PR 6221

Fahrzeugwaage, analog und digital

Für Fahrzeugwaagen unter harten Bedingungen, etwa in Steinbrüchen und der Baustoffindustrie. Blitzschutz bis 100 kA und 1.000 kV.

Nennlast
12,5 t bis 75 t
Schutzart
IP68, IP69, Connexx IP65 bis IP68
Werkstoff
Gehäuse 1.4301 nach DIN EN 10088-3
Blitzschutz
bis 100 kA / 1.000 kV
ATEXFMIEC-ExNTEPOIML
Digitale Fahrzeugwaagen-Wägezelle Pendeo Truck

Pendeo® Truck

Fahrzeugwaage, digital

Die Zellen identifizieren sich selbst, gleichen die Ecken automatisch ab und melden ungleichmäßige Lastverteilung, bevor daraus ein Messfehler wird.

Nennlast
20 t bis 75 t
Fehlerklasse
C3 (0,015 %) und C6 (0,008 %)
Schutzart
IP66, IP68, IP69 sowie ISO 20653
Werkstoff
Edelstahl 1.4301, AISI 304
ATEX ZONE 2/22OIMLDIAGNOSE

Biegestab-Wägezellen

Der Klassiker für Plattform- und Bandwaagen sowie kleine Behälterwaagen. Standardmaße und die Einbausätze der PR-9X-Serie machen die Integration in eigene Konstruktionen einfach.

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Biegestab-Wägezellen LC Nito PR 77 und PR 79

LC Nito® PR 77

Biegestab, kleiner Lastbereich

Für Plattformwaagen und kleine Behälter im unteren Lastbereich. Hermetisch verschweißt, deshalb auch in feuchter Umgebung dauerhaft einsetzbar.

Nennlast
10 kg bis 500 kg
Genauigkeit
bis C6
Schutzart
IP66, IP68
Werkstoff
Edelstahl 1.4545, hermetisch verschweißt
ATEXIEC-ExNTEPOIML
Biegestab-Wägezellen LC Nito PR 77 und PR 79

LC Nito® PR 79

Biegestab, großer Lastbereich

Gleiche Bauform, höherer Lastbereich, zusätzlich IP69 verfügbar. Für Boden- und Bandwaagen sowie Behälterwaagen im Tonnenbereich.

Nennlast
91 kg bis 5.099 kg
Genauigkeit
bis C6
Schutzart
IP66, IP68, IP69
Werkstoff
Edelstahl 1.4545, hermetisch verschweißt
ATEXIEC-ExNTEPOIML

Plattformwägezellen, Single Point

Eine einzige Zelle trägt die gesamte Plattform. Die Eckenlast wird über eine Parallelogrammführung im Inneren kompensiert, sodass das Ergebnis unabhängig davon ist, wo das Wägegut liegt. Geprüft wird das nach OIML R60 und R76 über den Eckenlasttest.

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Single Point Wägezelle der LC Serie

LC Serie

Single Point, PR 40 bis PR 58

Acht Varianten in Aluminium und Edelstahl für nahezu jede Standard-Plattformgröße. PR 55 erreicht einen Y-Wert bis 25.000 und ist damit für feine Teilungen geeignet.

Nennlast Aluminium
5 kg bis 750 kg (PR 40, 43, 47)
Nennlast Edelstahl
7,5 kg bis 500 kg (PR 53 bis PR 58)
Auflösung
Y-Wert bis 25.000 bei PR 55
Schutzart
IP67 sowie IP68 und IP69
ATEXIEC-ExNTEPOIML
Single Point Wägezelle BCL-A

BCL-A

Single Point, Feinbereich

Für sehr kleine Lasten bei vergleichsweise großer Plattform, etwa in Zähl- und Portionierwaagen.

Nennlast
300 g bis 4,5 kg
Plattform
bis 300 × 300 mm
Anwendung
Füllmengenkontrolle, Dosieren, Verwiegen
Weitere Werte
siehe Datenblatt auf der Produktseite
Single Point Wägezelle CB17

CB17

Single Point, kompakt

Kompakte Zelle für kleine Plattformen. Gedacht für Geräte- und Maschinenbauer, die eine Wägefunktion in ein bestehendes Gehäuse integrieren.

Nennlast
600 g bis 3 kg
Plattform
bis 200 × 200 mm
Anwendung
Füllmengenkontrolle, Dosieren, Verwiegen
Weitere Werte
siehe Datenblatt auf der Produktseite
Single Point Wägezelle U2D1

U2D1

Single Point für Kontrollwaagen

Ausgelegt für den Einbau in Kontrollwaagen, also für schnelle Wägungen im laufenden Band. Deckt den Bereich ab, in dem die meisten Fertigpackungen liegen.

Nennlast
3 kg bis 100 kg
Plattform
bis 200 × 200 mm
Anwendung
Einbau in Kontrollwaagen
Weitere Werte
siehe Datenblatt auf der Produktseite

Ergänzend führen wir Einbausätze und Wägeelektroniken für Transmitter, Indikator und Controller.

Nennlast überschlagen

Behältergewicht, Füllgut, Anzahl der Stützen und eine Sicherheitsreserve ergeben die Nennlast je Wägezelle. Ein Näherungswert für die erste Einordnung, keine verbindliche Auslegung.

So läuft die AuslegungVier Schritte von der Anfrage zur Behälterwaage

Nennlast, Einbausatz, Anzahl der Stützen, Kabelweg und Auswerteelektronik hängen zusammen. Deshalb legen wir die Wägestelle gemeinsam mit Ihnen aus.

Anwendung aufnehmen

Behältertyp, Volumen, Füllgut, Aufstellsituation und Umgebung. Dazu die Frage, ob eichpflichtig gewogen wird und ob eine Ex-Zone vorliegt.

Nennlast und Bauform festlegen

Aus Eigengewicht, maximaler Füllmenge, Stützenzahl und Sicherheitsreserve ergibt sich die Nennlast je Zelle. Daraus folgen Bauform und Baureihe.

Einbau und Elektronik abstimmen

Einbausatz gegen Seitenkräfte und Abheben, Kabel, Kabelverbindungskasten, passender Transmitter oder Indikator. Auf Wunsch mit Design-In-Support.

Inbetriebnahme und Kalibrierung

Installation, Kalibrierung und auf Wunsch Wartungs- und Reparaturservice über den Lebenszyklus.

Das brauchen wir für einen belastbaren Vorschlag

Behältervolumen und Eigengewicht, Anzahl der Stützen, Füllgut, Temperatur, Reinigungsverfahren sowie die Angabe, ob eichpflichtig gewogen wird. Fehlt etwas, fragen wir nach.

Was eine Wägezelle kostetGrößenordnungen und die Faktoren, die den Preis treiben

Kurze Antwort

Single-Point-Wägezellen für Plattform- und Tischwaagen liegen im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich. Biegestab-Wägezellen bewegen sich im mittleren dreistelligen Bereich. Drucklast- und Zuglast-Wägezellen für industrielle Prozessbehälter liegen typisch zwischen rund 400 Euro und über 1.500 Euro je Stück. Vormontierte Wägemodule im hygienischen Design und digitale Baureihen liegen darüber, weil Einbausatz, Fesselung und Elektronikanteil enthalten sind.

Die Zelle allein ist selten der ganze Posten. Für eine vollständige Behälterwaage kommen Einbausätze, Kabelverbindungskasten und Wägeelektronik dazu. Wir weisen diese Positionen im Angebot getrennt aus, damit erkennbar bleibt, was die Messung kostet und was die Einbindung.

Angebot anfordern

Was den Preis bestimmt

FaktorWirkung auf den Preis
GenauigkeitsklasseC3 bis C6 nach OIML kostet mehr als eine Zelle ohne Eichfähigkeit
NennlastHochlastzellen im dreistelligen Tonnenbereich liegen deutlich höher
WerkstoffAluminium günstiger als Edelstahl, Sonderwerkstoffe teurer
SchutzartHermetisch verschweißt und IP69K kostet mehr als IP66
ZulassungenATEX, FM, IEC-Ex und EHEDG erhöhen Prüf- und Dokumentationsaufwand
SignalartDigitale Zellen kosten mehr, sparen aber Anschlusskasten und Servicezeit

Technische GrundlagenFunktionsprinzip, Bauformen und der Unterschied zwischen analog und digital

Wie eine Wägezelle funktioniert

Im Inneren sitzt ein Federkörper aus Stahl oder Aluminium. Wirkt eine Last darauf, verformt er sich elastisch im Mikrometerbereich. Aufgeklebte Dehnungsmessstreifen werden dabei gestaucht oder gedehnt und ändern ihren elektrischen Widerstand.

Vier dieser Dehnungsmessstreifen sind zu einer Wheatstone-Brücke verschaltet. Die Brücke gibt eine Spannung ab, die proportional zur Last ist, typisch 2 mV pro Volt Speisespannung bei Nennlast. Eine Wägeelektronik verstärkt das Signal, digitalisiert es und rechnet es in einen Gewichtswert um.

Für sehr kleine Lasten und höchste Auflösung kommt statt der Dehnungsmessstreifen die elektromagnetische Kraftkompensation zum Einsatz. Dort wird die Last durch eine geregelte Magnetkraft ausgeglichen und der dafür nötige Strom gemessen.

Messkette einer Wägezelle Last verformt den Federkörper, Dehnungsmessstreifen ändern ihren Widerstand, die Wheatstone-Brücke gibt ein Spannungssignal ab, die Wägeelektronik erzeugt daraus den Gewichtswert. 1 LAST Gewichtskraft F 2 FEDERKÖRPER elastische Verformung 4 Dehnungsmessstreifen (DMS) 3 WHEATSTONE-BRÜCKE Vollbrücke Messsignal ca. 2 mV/V 4 WÄGEELEKTRONIK Transmitter / Indikator Gewicht in kg Digitale Variante A/D-Wandlung sitzt in der Zelle. Jede Zelle meldet ihren eigenen Wert plus Diagnose.
Messkette einer DMS-Wägezelle. Bei digitalen Baureihen wie Pendeo® sitzt die Analog-Digital-Wandlung bereits in der Zelle.

Bauformen im Vergleich

Bauformen von Wägezellen, Werte aus dem Portfolio von Minebea Intec
BauformKrafteinleitungNennlastGenauigkeitTypische Anwendung
Drucklast, PendelstützeLast drückt von oben, die Pendelstütze gleicht Seitenkräfte und Wärmedehnung aus30 kg bis 520 tbis C6Silos, Tanks und Prozessbehälter, die auf Füßen stehen
Zuglast, S-TypLast hängt an der Zelle, S-Form sorgt für momentenfreie Einleitung100 kg bis 3 tbis C6Hängende Behälter, Dosier- und Abfüllsysteme
BiegestabLast biegt einen einseitig eingespannten Stab10 kg bis 5.099 kgbis C6Plattform- und Bandwaagen, kleine Behälterwaagen
Single PointEine Zelle trägt die ganze Plattform, die Eckenlast wird intern kompensiert300 g bis 750 kgY-Wert bis 25.000Tisch-, Boden- und Kontrollwaagen bis 300 × 300 mm Plattform
Wägemodul, hygienischVormontierte Einheit aus Zelle, Einbausatz und Fesselungje Modul verschiedenC3 nach OIML R60Lebensmittel, Pharma und Kosmetik mit Nassreinigung
FahrzeugwaageDrucklast mit hoher Rückstellkraft und Blitzschutz12,5 t bis 75 tC3 und C6LKW-Waagen, Achslastwaagen, Steinbrüche

Analog oder digital

Unterschied zwischen analoger und digitaler Wägezelle
KriteriumAnaloge WägezelleDigitale Wägezelle
SignalSpannungssignal in mV/V an eine AuswerteelektronikDigitaler Gewichtswert direkt aus der Zelle
VerkabelungAlle Zellen laufen auf einen Anschlusskasten, SummensignalJede Zelle ist einzeln adressierbar, Bus-Verkabelung
FehlersucheMessung der Brückenspannung an der einzelnen ZelleDiagnosefunktion meldet die betroffene Zelle im Klartext
KalibrierungEckenabgleich mit PrüfgewichtenAutomatischer Eckenabgleich, Vorjustage ohne Referenzgewicht
AusfallverhaltenAnlage steht bis zum TauschDefekte Zelle lässt sich simulieren, Produktion läuft weiter
Typische WahlStandardanwendungen, Nachrüstung bestehender AnlagenSilos und Fahrzeugwaagen mit hoher Verfügbarkeitsanforderung

Häufige Fragen zu WägezellenAntworten auf die Fragen, die uns am häufigsten erreichen

Welche Arten von Wägezellen gibt es und wie werden sie eingesetzt?

Nach der Art der Krafteinleitung unterscheidet man vier Grundformen. Drucklast-Wägezellen nehmen die Last von oben auf und verwiegen Silos, Tanks und Prozessbehälter, die auf Stützen stehen. Zuglast-Wägezellen in S-Form tragen hängende Behälter und Dosiersysteme. Biegestab-Wägezellen sitzen in Plattform- und Bandwaagen. Single-Point-Wägezellen tragen eine komplette Plattform mit einer einzigen Zelle und kommen in Tisch-, Boden- und Kontrollwaagen zum Einsatz. Ergänzend gibt es vormontierte Wägemodule, die Zelle, Einbausatz und Fesselung in einer hygienisch gestalteten Einheit zusammenfassen.

Wie funktioniert eine Wägezelle?

Eine Wägezelle wandelt Gewichtskraft in ein elektrisches Signal um. Die Last verformt einen Federkörper elastisch im Mikrometerbereich. Aufgeklebte Dehnungsmessstreifen werden dabei gedehnt oder gestaucht und ändern ihren Widerstand. Vier Dehnungsmessstreifen bilden eine Wheatstone-Brücke, deren Ausgangsspannung proportional zur Last ist, typisch 2 mV pro Volt Speisespannung bei Nennlast. Eine Wägeelektronik verstärkt und digitalisiert dieses Signal und rechnet es in einen Gewichtswert um.

Wie unterscheiden sich analoge und digitale Wägezellen?

Eine analoge Wägezelle gibt ein Spannungssignal in mV/V ab. Bei mehreren Zellen laufen diese über einen Anschlusskasten zusammen, die Auswerteelektronik sieht nur das Summensignal. Eine digitale Wägezelle wandelt das Signal bereits im Inneren um und liefert einen eigenen Gewichtswert samt Diagnosedaten. Dadurch ist jede Zelle einzeln adressierbar. Bei einer Störung zeigt das System die betroffene Zelle direkt an, statt dass sie durch Messen der Brückenspannung gesucht werden muss. Bei Baureihen wie Pendeo® lässt sich eine defekte Zelle zudem simulieren, sodass die Produktion bis zum geplanten Tausch weiterläuft.

Welche Genauigkeit erreichen Wägezellen?

Die Genauigkeit wird über Fehlerklassen nach OIML R60 beschrieben. Klasse C3 entspricht 0,015 Prozent, Klasse C6 entspricht 0,008 Prozent bezogen auf die Nennlast. Unsere Baureihen erreichen je nach Typ bis Klasse C6, bei Single-Point-Zellen wird zusätzlich der Y-Wert angegeben, der bei PR 55 bis 25.000 reicht. Entscheidend für das Ergebnis in der Anlage ist aber nicht die Zelle allein. Einbausituation, Rohrleitungskräfte, Temperaturgang und Auswerteelektronik gehen ebenso ein. In realen Behälteranwendungen sind Systemgenauigkeiten besser als 0,05 Prozent erreichbar.

Welche Wägezellen sind für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie geeignet?

Für Bereiche mit Nassreinigung und Hygieneanforderung eignen sich Wägemodule im hygienischen Design. Sie sind nach den EHEDG-Richtlinien konstruiert, also ohne Schrauben und Spalten, in denen sich Produktreste halten, und selbstentleerend. Wichtig sind dabei drei Punkte. Erstens die Schutzart, sinnvoll ist IP69 oder IP69K für Hochdruckreinigung. Zweitens der Werkstoff, Novego® nutzt Edelstahl 1.4418, der aggressive Reinigungsmedien besser verträgt als der klassische 1.4542. Drittens die Eichfähigkeit, wenn Füllmengen rechtlich relevant kontrolliert werden. Für Pharmaanwendungen kommt die Dokumentationsfähigkeit hinzu, also nachvollziehbare Kalibrierung und Rückführbarkeit der Prüfmittel.

Welche Wägezellen sind IP69K zertifiziert?

IP69K steht für Beständigkeit gegen Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung. In unserem Portfolio erreichen diese Schutzart unter anderem die hygienische Drucklast-Wägezelle PR 6202, die Zuglast-Wägezelle PR 6246, die digitale Baureihe Pendeo® Process sowie Pendeo® Truck nach ISO 20653. Voraussetzung ist jeweils eine hermetisch verschweißte Kapselung und ein entsprechend abgedichteter Kabeleintritt. Der Dichtwerkstoff spielt dabei eine größere Rolle als oft angenommen, weil Silikonverguss hygroskopisch wirkt und über Jahre Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Welche Wägezelle passt für Abfüll- und Dosieranlagen?

Das hängt daran, wie der Behälter aufgehängt ist. Steht der Dosierbehälter auf Stützen, sind kompakte Drucklast-Zellen wie PR 6241 oder PR 6211 die passende Wahl. Hängt er, kommen Zuglast-Zellen wie PR 6246 oder LC Tigo® zum Einsatz. Bei schnellen Dosiervorgängen sind zwei Dinge entscheidend. Zum einen die Auflösung, denn die Nachlaufmenge muss sicher erkannt werden. Zum anderen die Unempfindlichkeit gegen Vibration und Rührwerksbewegungen, weil sonst die Abschaltschwelle zu früh anspricht. Hier lohnt es, die Wägezelle gemeinsam mit dem Transmitter auszulegen, weil Filterzeiten und Genauigkeit direkt zusammenhängen.

Wie erkenne ich eine defekte Wägezelle und wie kalibriere ich sie?

Bei analogen Zellen wird an der einzelnen Zelle die Brückenspannung gemessen und mit dem Kennwert im Datenblatt verglichen. Auffällig sind Abweichungen im Nullsignal, ein veränderter Eingangs- oder Ausgangswiderstand und Isolationsfehler gegen das Gehäuse. Digitale Zellen melden Störungen selbst und benennen die betroffene Zelle. Für die Kalibrierung gibt es zwei Wege. Klassisch wird mit Prüfgewichten kalibriert und der Eckenabgleich vorgenommen. Alternativ erlauben digitale Baureihen eine Vorjustage anhand der gespeicherten Zellenparameter, sodass für die Erstinbetriebnahme keine Prüfgewichte auf den Behälter müssen. Für eichpflichtige Anwendungen bleibt die Prüfung mit rückführbaren Gewichten erforderlich.

Wie sind die Dehnungsmessstreifen in einer Wägezelle angeordnet?

In der Regel sitzen vier Dehnungsmessstreifen so auf dem Federkörper, dass jeweils zwei bei Belastung gedehnt und zwei gestaucht werden. In dieser Vollbrücke addieren sich die Widerstandsänderungen, während Temperatureffekte sich weitgehend aufheben. Bei Single-Point-Wägezellen ist der Federkörper als Parallelogrammführung ausgeführt. Dadurch bleibt die Auflagefläche bei Belastung parallel, und eine außermittig aufgelegte Last verfälscht das Ergebnis nicht. Das Wägemodul Novego® nutzt sechs Dehnungsmessstreifen und wird dadurch besonders unempfindlich gegen Querkräfte.

Welche Prüfvorschriften gelten für Wägezellen?

Für die Wägezelle selbst gilt OIML R60. Diese Vorschrift regelt Fehlerklassen, Prüfabläufe und die Kennzeichnung. Für die fertige nichtselbsttätige Waage gilt OIML R76. Bei Single-Point-Zellen ist zusätzlich der Eckenlasttest relevant, bei dem die Last an verschiedenen Stellen der Plattform aufgebracht wird. Für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen kommen ATEX in Europa, IEC-Ex international und FM für den nordamerikanischen Markt hinzu. Für den Handelsverkehr in den USA ist NTEP maßgeblich.

Wie werden Dehnungsmessstreifen vor Umwelteinflüssen geschützt?

Der Messbereich wird gekapselt. Einfache Ausführungen nutzen einen Silikonverguss, der mechanisch schützt, aber hygroskopisch ist und über die Jahre Feuchtigkeit aufnehmen kann. Das äußert sich als langsame Nullpunktdrift. Für dauerhaft feuchte oder nass gereinigte Umgebungen wird der Messbereich stattdessen metallisch gekapselt und hermetisch verschweißt. Damit sind Schutzarten bis IP69K erreichbar und die Zelle bleibt über Jahre stabil. Ebenso wichtig ist der Kabeleintritt, weil Feuchtigkeit häufig über das Kabel und nicht über das Gehäuse eindringt.

Was kostet eine Wägezelle für industrielle Anwendungen?

Single-Point-Wägezellen für Plattform- und Tischwaagen liegen im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich, Biegestab-Wägezellen im mittleren dreistelligen Bereich. Drucklast- und Zuglast-Wägezellen für Prozessbehälter liegen typisch zwischen rund 400 Euro und über 1.500 Euro je Stück. Vormontierte Wägemodule und digitale Baureihen liegen darüber, enthalten dafür aber Einbausatz und Elektronikanteil. Preistreiber sind Genauigkeitsklasse, Nennlast, Werkstoff, Schutzart und die geforderten Zulassungen. Für eine vollständige Wägestelle kommen Einbausätze, Verkabelung und Wägeelektronik hinzu.

Woher kommt der Begriff Wägezelle?

Der Begriff setzt sich aus dem Wägen, also dem Bestimmen einer Masse, und der Zelle als kleiner abgeschlossener Einheit zusammen. Im Sprachgebrauch findet man auch die Schreibweise Wiegezelle sowie die Bezeichnungen Lastzelle, Kraftaufnehmer und im Englischen load cell. Gemeint ist jeweils dasselbe Bauteil. Die technische Grundlage geht auf die Entdeckung von Lord Kelvin im Jahr 1856 zurück, dass sich der elektrische Widerstand eines Drahtes unter Zug ändert. Zu einem nutzbaren Sensor wurde das durch die Arbeiten von Edward E. Simmons und Arthur C. Ruge.

Welche Wägeelektronik gehört zu einer Wägezelle?

Drei Gerätearten kommen infrage. Ein Wägetransmitter verstärkt und digitalisiert das Signal und gibt es an eine Steuerung weiter, ohne eigene Anzeige. Ein Wägeindikator zeigt das Gewicht vor Ort an und wird für manuelle Arbeitsplätze und eichpflichtige Anwendungen eingesetzt. Ein Wägecontroller übernimmt zusätzlich Abläufe wie Befüllen, Dosieren oder Chargieren. Welche Variante passt, hängt davon ab, wo die Prozesslogik liegt. Eine Übersicht finden Sie unter Wägeelektroniken.

Wägezelle auslegen lassen