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Sichere Inspektion statt teurer Rückrufe: Wäge- und Inspektionslösungen von Minebea Intec für die milchverarbeitende Industrie

Produktrückrufe führen nicht nur zu wirtschaftlichen Schäden, sondern können darüber hinaus einen Imageverlust zur Folge haben und Handelsbeziehungen schwer beschädigen. Dies gilt besonders für die Herstellung von Milchprodukten. Minebea Intec, führender Hersteller von Wäge- und Inspektionslösungen, minimiert mit seinen Produkten die Gefahr von Recalls und unterstützt Anlagenbauer und Hersteller der Dairy-Industrie dabei, Produktionsprozesse abzusichern.

Mehr als 10 Mio. US-Dollar – so teuer war jeder zweite Rückruf von Lebensmitteln nach den Ergebnissen einer gemeinsamen Branchenstudie des Food Marketing Institute und der Grocery Manufacturers Association im Jahr 2020. Darin enthalten sind jedoch nur die direkten Kosten, zu denen neben zusätzlichen Arbeitskosten auch die Benachrichtigung der Aufsichtsbehörden, Lieferketten und Verbraucher, die Rückholung der betroffenen Produktcharge, die Lagerung und Vernichtung der betroffenen Ware sowie die unverkäufliche Produktcharge selbst gehören.

Die international tätigen Produzenten der milchverarbeitenden Industrie müssen ihre Anlagen an diese Veränderungen anpassen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Für Europa bedeutet dies aufgrund der zunehmenden Variantenvielfalt und der daraus folgenden kleineren Chargen eines Produkttyps beispielsweise, dass die Anlagen extrem flexibel sein und eine schnelle Umstellung auf andere Sorten erlauben müssen. Häufig sind zudem zusätzliche Bearbeitungsschritte erforderlich, um die gewünschten Varianten produzieren zu können.

Vielfältige Prozesse bis zum Endprodukt

Gesetzliche Vorgaben stellen Produktqualität sicher

Noch schwerer als die direkten finanziellen Einbußen für die Hersteller wiegt der Vertrauensverlust bei den Verbrauchern, die ihr Einkaufsverhalten nach derartigen Rückrufaktionen möglicherweise umstellen und in der Folge zu Waren von Mitbewerbern greifen. Nehmen Händler Produkte mit angeschlagener Reputation aufgrund dessen ganz aus ihrem Sortiment, so kann dies betroffene Hersteller im Extremfall sogar in eine kritische wirtschaftliche Lage bringen.

 

Dieses Risiko bedroht auch die Hersteller von Milchprodukten, die daher ein hohes Eigeninteresse haben, ihre Produktionsprozesse sicher zu gestalten und die Gesundheit der Verbraucher bestmöglich zu schützen. Daher wurden viele nationale und internationale Standards definiert, die Prozesse in der Food-Produktion sicher machen und gesundheitsgefährdende Risiken minimieren sollen. Zu den wichtigsten gesetzlichen Vorgaben zählen unter anderem HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points), GFSI (Global Food Safety Initiative), die Vorgaben der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) sowie der International Food Standard (IFS) und die BRC der British Retail Association.

 

Wäge- und Inspektionslösungen als kritischer Kontrollpunkt in der Produktion

Um potenzielle physikalische, chemische und biologische Gefahren bei der Herstellung ihrer Waren auszuschließen, setzen Produzenten von Milchprodukten und ihre Anlagenbauer zuverlässige Detektionstechnologien ein, die diesen Standards entsprechen. Häufig gewährleisten dabei Metalldetektoren, Röntgeninspektionssysteme und Kontrollwaagen die fehlerfreie Herstellung der Produkte. Kontinuierliche Prüf- und Zertifizierungsverfahren der Produkte gewährleisten die Übereinstimmung mit zahlreichen nationalen und internationalen Normen, Konzepten und Vorschriften.

 

In der Dairy-Industrie sind zwei Anwendungen wichtig: Einerseits die Detektion von Fremdkörpern: Fremdkörper jeglicher Art, Kontaminierungen, Rückstände, Zusatzstoffe sowie Bakterien, Pilze, Schädlinge oder Parasiten dürfen auf keinen Fall in Lebensmittel gelangen und müssen daher sicher erkannt werden, um die betroffene Ware vor der Auslieferung auszusortieren. Je nach Einsatzfall sind hierfür Metalldetektoren oder Röntgeninspektionssysteme das optimale Mittel. Der zweite Anwendungsfall ist die Füllmengenkontrolle: Für die Identifizierung falsch abgefüllter Produkte sind Kontrollwaagen oder Röntgeninspektionssysteme häufig das Mittel der Wahl. Minebea Intec bietet Produzenten dieser Branche und den OEM-Herstellern von milchbasierten Lebensmittelproduktionsanlagen ein umfangreiches Portfolio an Systemen, die eine sichere und präzise Lösung darstellen –für jede Applikation.

 

Metalldetektoren: Fremdkörper sicher erkennen

Metalldetektoren sind eine zuverlässige Technologie, um Metallteile aus Eisen, Stahl oder Edelstahl sowie Buntmetalle, wie zum Beispiel Aluminium, in Lebensmitteln und Milchprodukten zu erkennen. Diese Systeme erzeugen ein elektromagnetisches Feld zwischen Sender- und einer Empfängerspule. Die Empfängerspule hat zwei Wicklungen, die symmetrisch zum Sender angebracht sind. Zwischen diesen wird ein elektromagnetisches Feld erzeugt, das ausgeglichen ist. Bei der Prüfung - im Vergleich zu kontaminationsfreier Ware ohne metallische Inhaltsstoffe – verändert sich dieses messbar, wenn sich metallische Fremdkörper im untersuchten Produkt befinden.

 

Mit den Metalldetektoren der bewährten Vistus®-Serie hat Minebea Intec eine vielseitige Lösung zur sicheren Erkennung metallischer Fremdkörper in Lebensmitteln im Programm. Neben der außergewöhnlich hohen Detektionsperformance und Zuverlässigkeit zeichnen sich Vistus-Systeme durch ein breites Frequenzspektrum sowie eine Vielzahl an Varianten und Abmessungen aus, um für jeden Einsatzfall die optimale Auslegung zu ermöglichen. So stehen mit den Systemen Vistus, Vistus RS, Vistus Freefall und Vistus Pipeline verschiedene Optionen zur Verfügung, um Produkte auf Förderbändern sowie frei fallende oder pumpgeförderte Güter zu untersuchen und dabei Metalle sicher zu erkennen. Für eine maximale Bedienfreundlichkeit sind die aus hochwertigen Komponenten bestehenden Vistus-Lösungen mit Interface-Optionen ausgestattet, die auf unterschiedliche Nutzergruppen zugeschnitten sind und somit eine bedarfsgerechte Anpassung der Anlagenbedienung zulassen.

 

Röntgeninspektionslösungen für ein Plus an Detektionsperformance

Die Möglichkeiten von Röntgeninspektionssystemen sind deutlich vielseitiger als die von Metalldetektoren, denn sie erlauben die Identifizierung einer größeren Bandbreite an Materialien. Neben metallischen Kontaminationen erkennen diese Geräte auch Verunreinigungen durch Glas, Gummi, Steine und sogar bestimmte Arten von Kunststoffen. Bei Applikationen mit höchsten Qualitätsanforderungen, bei komplexen Aufgabenstellungen oder bei Verpackungen, die aufgrund von Bestandteilen wie beispielsweise Metallfolien keine Anwendung von Metalldetektoren zulassen, kommt diese Methode bei der Herstellung von Milchprodukten und vielen anderen Lebensmitteln daher häufig zum Einsatz.

 

Röntgeninspektionssysteme von Minebea Intec erkennen nicht nur Fremdkörper, sondern kontrollieren je nach Modell auch das Gewicht, die Anzahl der Produktbestandteile, die Füllhöhen oder die Siegelnahtintegrität der Verpackung. Durch diese Kombination aus Prozesssicherheit und Qualitätskontrolle bieten diese Systeme Anwendern einen erheblichen Mehrwert und tragen zur Senkung der Produktionskosten bei.

 

Für die Röntgeninspektion hat Minebea Intec die Serien Dymond und Dylight in verschiedenen Ausführungen entwickelt. Zur präzisen Inline-Inspektion von verpackten Milchprodukten stehen drei Modelle der Dymond-Familie zur Verfügung: Dymond Bulk, Dymond S und Dymond D.

 

Dymond Bulk gewährleistet eine präzise Röntgeninspektion von Schüttgut in der Dairy-Industrie und besticht durch seine extrem hohe Detektionsempfindlichkeit, eine intuitive Bedienung und die Ausstattung mit leistungsstarken Schnittstellen zur einfachen Integration in vorhandene Netzwerke. Wie für alle seine Systeme garantiert Minebea Intec auch Dymond Bulk-Anwendern einen weltweiten Service sowie einen kompetenten Remote-Support, um auch in dringenden Fällen schnelle Lösungen zu ermöglichen.

 

Dymond D und Dymond S hingegen sind für die Inspektion aufrecht stehender Güter wie beispielsweise von Milchflaschen oder Joghurtbechern konzipiert: Die Sideshooter der Dymond S-Serie gewährleisten eine zuverlässige horizontale Inspektion mit zahlreichen Zusatzfunktionen zur Qualitätssicherung. Eine einfache Integration und Installation sowie eine schnelle Reinigung dank des durchdachten Hygienic Design prädestinieren Dymond S für den Einsatz in allen Bereichen der Lebensmittelproduktion.

 

Dymond D-Modelle arbeiten mit Doublebeam-Technologie, d.h. mit zwei Röntgenstrahlern und der entsprechenden Anordnung von Detektoren. Durch diese mehrseitige Durchleuchtung sorgen sie auch bei schwierig oder gar nicht einsehbaren Bereichen für eine zuverlässige Erkennung von Verunreinigungen jeglicher Art mit hohen Prüfgeschwindigkeiten. Die problemlose Integration und Installation sowie die Realisierung nach den Hygienic Design-Vorgaben tragen zu einer hohen Wirtschaftlichkeit dieser Röntgeninspektionssysteme von Minebea Intec bei.

 

Für die Überprüfung verpackter Milchprodukte garantiert das Röntgeninspektionssystem Dylight höchste Sicherheit. Als echte „Plug and Play”-Lösung geht die Installation und Integration in die vorhandenen Netzwerke leicht von der Hand. Dylight vereint viele Funktionen in einer kompakten Einheit und beansprucht nur einen Meter Platz in der Produktionslinie. Dennoch verfügt es mit einem Ausscheider und einem Auffangbehälter über alle erforderlichen mechanischen Elemente für den effektiven Einsatz. Die intuitive Bedienung erlaubt den Mitarbeitern einen zeitsparenden Umgang und steigert somit die Wirtschaftlichkeit in derHerstellung von Milchprodukten.

 

Füllmengenkontrolle: Maximale Effizienz durch exaktes Wiegen

Um die korrekte Befüllung von Packungen mit Milchprodukten sicherzustellen, empfiehlt sich entweder der Einsatz einer dynamischen Kontrollwaage oder eines Röntgeninspektionssystems. Die Wahl zwischen den beiden Lösungen hängt dabei vom Anforderungsprofil sowie der zu verwiegenden Menge und geforderten Genauigkeit ab.  

 

Wenn es um die Einhaltungen gesetzlicher Normen geht, führt an einer dynamischen Kontrollwaage kein Weg vorbei, die im Rahmen der Fertigpackungsverordnung das Mittel der Wahl bei der eichfähigen Verwiegung ist. Kontrollwaagen verwiegen Produkte präzise und unterstützen dabei auch hohe Bandgeschwindigkeiten. Zuführ- und Abzugbänder dürfen bei hohen Geschwindigkeiten keinen Einfluss auf das Wägeergebnis nehmen und erfordern ausgereifte Fördertechnologie. Eine Verwiegung im Millisekunden-Bereich erfordert hochpräzise Wägetechnik. Dazu kommt eine stabile, erschütterungsfreie Konstruktion, die massiv und gleichzeitig offen für schnelle Reinigungsprozesse ist. Mit einer maßgeschneiderten Kontrollwaage Flexus® und den damit möglichen Prozessgeschwindigkeiten von bis zu 3 m/s eröffnen sich effiziente und zuverlässige Optionen. Als Multilane-Lösung bietet die dynamische Kontrollwaage sogar die gleichzeitige Kontrollverwiegung und Ausschleusung auf zwei bis sechs Spuren.

 

Entlang einer Produktionslinie sorgen Kontrollwaagen dafür, unvollständige oder überfüllte Produkte aus dem Produktstrom zu entfernen. Je nach Anforderungsprofil stehen dem Anwender unterschiedliche Modelle zu Auswahl. Minebea Intec bietet neben hochpräzisen Highspeed-Lösungen wie Flexus auch erschwingliche Modelle: Die Essentus-Kontrollwaagenserie kann durch vielseitige Optionen auf individuelle Anwendungsprofile zugeschnitten werden. Neben dem Einsatz in der Dairy-Industrie eignen sich Essentus-Kontrollwaagen auch für Anwendungen in der sonstigen Lebensmittelproduktion sowie in Branchen wie Chemie, Pharma und vielen weiteren. Kunden erhalten exakt die Kontrollwaage, die zu ihrer Applikation passt. In der Kombinatorik liegt großes Einsparpotential.

 

Auch mit Röntgeninspektionslösungen kann die Füllmenge bestimmt werden – dies geschieht allerdings durch Beurteilung des Graustufenbildes, was zwar eine gute Indikation ist, allerdings nicht die erforderliche Genauigkeit eines Wägesystems aufweist und somit keinen Ersatz für eine Kontrollwaage darstellt. Darüber hinaus eignen sich diese Modelle zur Erkennung des Verhältnisses mehrerer Komponenten im Produkt, sofern ein deutlicher Unterscheid der Röntgendichte und damit der Graustufen vorliegt. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass eine gewünschte Zusammenstellung erfüllt wird.

 

Zudem punkten X-Ray-Lösungen mit hohen Geschwindigkeiten, da Produkte – im Gegensatz zu dynamischen Kontrollwaagen –keinen größeren Abstand voneinander haben müssen: Mit Modellen wie Dylight können, im Vergleich zur dynamischen Kontrollwaage, Inline-Qualitätsprüfungen durchgeführt werden. Dazu zählen etwa Gewichtsbestimmungen, bei der die Masse eines Referenzprodukts als Richtlinie dient, oder das Erkennen von Abweichungen zu anderen Produkten. Auch das Zählen von Komponenten (durch die Bestimmung der Dichte kann festgestellt werden, ob die Produkte die richtige Stückzahl einzelner Komponenten enthalten), das Detektieren fehlender oder schadhafter Produkte (durch ein Abbild der Dichte) oder Füllstandsüberwachungen über die Bestimmung der Masse können mit Röngteninspektionslösungen durchgeführt werden.

Kompetenter Partner bei der Anlagenplanung – für jede Stelle des Produktionsprozesses

Ob vertikale oder horizontale Röntgeninspektionssysteme mit Single- oder Doublebeam, Metalldetektoren, Kontrollwaagen oder möglicherweise eine Kombination verschiedener Produkte die optimale Wahl darstellt, hängt von der jeweiligen Aufgabenstellung sowie von Form und Verpackung der zu untersuchenden Milchprodukte ab. Mit seinen bewährten Lösungen für die Dairy-Industrie erfüllt Minebea Intec sowohl die Bedürfnisse von Endkunden als auch von OEM-Integratoren. Während Endkunden von einem vielfältigen Hardware-Angebot über geeignete Software-Tools unter anderem zur statistischen Prozesskontrolle bis hin zum kompetenten Service alle für eine wirtschaftliche Gesamtlösung erforderlichen Teilbereiche bei Minebea Intec erhalten, profitieren OEM-Integratoren von maßgeschneiderten Anlagen, die exakt an ihre Bedürfnisse und Vorgaben angepasst werden können sowie zuverlässige, sichere und wirtschaftliche Prozesse ermöglichen. Auf Basis seiner langjährigen Erfahrung und Kompetenz trägt Minebea Intec somit zur sicheren Herstellung von Milchprodukten sowie zur Vermeidung von kostspieligen Rückrufen bei.

Je nach Art des Milchprodukts unterscheiden sich die Produktionsprozesse von der Anlieferung der Roh- und weiteren Inhaltsstoffe bis zur Auslieferung der fertigen Ware teilweise erheblich. Sie können unter anderem Ansatz- und Mischprozesse, Fermentationsschritte, die dosierte Zugabe von Aromen und Vitaminen sowie Abfüll- und Verpackungsprozesse umfassen. Bei all diesen Vorgängen sind zuverlässige Systeme zur exakten Gewichts- und Mengenerfassung der Rohmaterialien und Zwischenstufen auf dem Weg zum Endprodukt erforderlich.

Minebea Intec ist einer der international führenden Hersteller industrieller Wäge- und Inspektionstechnologien und zählt die milchverarbeitende Industrie zu seinen Kernmärkten. „Wir können Anlagenbauern und Herstellern von Milchprodukten flexible, leistungsfähige Lösungen für jeden der erforderlichen Prozessschritte anbieten“, betont Matthias Rehren, Global Sales Manager OEM-Business des Konzerns. „Unser Portfolio umfasst dabei Systeme, die für den Einsatz im Wareneingang, beim Zwischenlagern der Rohstoffe, für den eigentlichen Produktionsprozess, die Verpackung und die abschließende Qualitätsprüfung bis hin zum Warenausgang optimal für die Bedürfnisse dieser Branche ausgelegt sind.“ Rehren nennt das Wägemodul Novego, Tisch- und Bodenwaagen der Serie Combics, die dynamische Kontrollwaage Flexus, die Software SPC@Enterprise, das Metalldetektionssystem Vistus sowie die Röntgeninspektionssysteme Dymond und Dylight als Beispiele von Produkten seines Unternehmens, welche die Anforderungen der Branche hervorragend erfüllen.

Turbo-Upgrade für die Kontrollwaagen von Minebea Intec

Mit einer neuen Wägezelle mit elektromagnetischer Kraftkompensation verschafft Minebea Intec seinen Kontrollwaagen ein Turbo-Upgrade: Die neue Wägezelle WZED mit digitalem Controller hat die MID-Zulassung für eichpflichtige Anwendungen mit Bandgeschwindigkeiten bis zu 3 m pro Sekunde, also bis zu 600 Stück pro Minute, erhalten. Darüber hinaus enthält das Upgrade eine Vielzahl weiterer Leistungsmerkmale, die bei Hochgeschwindigkeitsapplikationen von großem Nutzen sind. Im Vergleich zur vorherigen Wägezellengeneration bedeutet dies eine massive Erweiterung. Zu den wichtigsten Leistungsmerkmalen zählen der neue digitale Controller, der dank bedeutend höherer interner Übertragungsrate (2000 Hz statt 300 Hz bei den früheren Modellen) eine höhere Präzision ermöglicht, und eine Überarbeitung der Elektronik. Das Upgrade sorgt für ein kompakteres und hygienischeres System. Produkte von 5 g bis 60 kg können damit in Standardapplikationen in hoher Geschwindigkeit verwogen werden.

Kompakte Lösung für die Verwiegung von Prozessbehältern

Damit Prozessbehälter zuverlässig verwogen werden können, bietet Minebea Intec eine platzsparende Lösung für die einfache Verwiegung von Silos und liegenden Tanks für Schüttgüter und Flüssigmaterialien. Die Wägezellen der Baureihe PanCake PR 6251 wurden speziell für die Füllstandskontrolle konzipiert: Ihr einzigartiges Konstruktionsprinzip ermöglicht eine sehr kompakte Bauform und macht sie somit zu einer idealen Alternative zu Füllstandssensoren. Auch für vorhandene Applikationen kann problemlos ein Upgrade durchgeführt werden. Die Baureihe zeichnet sich vor allem durch eine hohe Zuverlässigkeit, Robustheit und Stabilität aus und bietet somit alle Voraussetzungen für einen jahrelangen störungsfreien Betrieb ohne jegliche Nachjustage. Eine optimale Produktqualität wird dank Eigenfertigung mit hochwertigen Materialien mit dem Gütezeichen „German Quality“ sichergestellt.

Stichproben zuverlässig prüfen

Hersteller und Manufakturen von Lebensmitteln und Milchprodukten verfügen oft nicht über Anlagen, um jedes einzelne verpackte Fertigprodukt auf Gewicht und Vollständigkeit zu überprüfen. Als wirtschaftliche Alternative sind in diesen Fällen Stichproben fester Bestandteil des Qualitätsmanagements. Für derartige Kontrollen stellen die in Edelstahl erhältlichen Tisch- und Bodenwaagen der Combics Serie eine zuverlässige Option dar. Sie unterstützen die Stichprobennahme durch eine Software, die Mittelwerte grafisch darstellt, umfangreiche statistische Auswertungen ermöglicht und bis zu 500 Produkte verwaltet. Die Waagen arbeiten mit einer Dehnungsmessstreifen-Technologie oder einer hochauflösenden elektromagnetischen Kraftkompensation und sorgen somit für präzise Messergebnisse in Lastbereichen von 620 g bis 3 t mit Ablesbarkeiten von 0,001 g 100 g. Die modulare Bauweise der Combics Waagen ermöglicht eine maximale Flexibilität, sodass Indikator und Plattform getrennt voneinander installiert und einzelne Komponenten gezielt ausgetauscht werden können. Die Waagen der Combics 3 Serie können über die innovative Software SPC@Enterprise in die Statistische Prozesskontrolle eingebunden werden.

Leistungsfähiges Software-Angebot

Eine flexible und sichere Software zum Rezepturmanagement und zur Fertigpackungs- und Statistischen Prozesskontrolle ist bei der Herstellung von Milchprodukten ebenso essenziell wie die Hardware. Hier bietet Minebea Intec seinen Kunden mit ProRecipe XT und SPC@Enterprise leistungsstarke Möglichkeiten, um die Qualität von Milchprodukten über den gesamten Herstellungsprozess hinweg zu steuern und zu überwachen. ProRecipe XT ermöglicht dabei ein flexibles, zuverlässiges Rezepturmanagement, das auch bei schnellen Produktwechseln eine wirtschaftliche Umstellung der Prozesse und Rezepturen sicherstellt. Die intuitive Bedienbarkeit der Software erhöht die Sicherheit der Produktion und sorgt zudem für effiziente Abläufe, auch bei vielfältigen, wechselnden Prozessen. SPC@Enterprise ist derzeit in der Version 4.0 verfügbar und umfasst alle erforderlichen Möglichkeiten zur Fertigpackungs- und Statistischen Prozesskontrolle wie beispielsweise die Erfassung von Stichproben sowie automatische Kontrollen während des gesamten Prozessverlaufs. Durch die Vernetzung vielfältiger Geräte und Systeme hat der Anwender die Möglichkeit, die gesammelten Daten der Kontrollverwiegung von fertigen Produkten sowie andere Messwerte aus dem Gesamtprozess statistisch auszuwerten, mit geeigneten Maßnahmen zu reagieren und somit die Effizienz seiner Produktion zu steigern. Über konfigurierbare Schnittstellen erfasst SPC@Enterprise alle nötigen Daten der eingesetzten Maschinen, Systeme und Sensoren in den Verarbeitungs- oder Verpackungslinien, wandelt sie nach den Bedürfnissen des Anwenders in geeignete Berichte um und meldet Störungen in den Anlagen umgehend. „Zudem erstellt SPC@Enterprise automatisch alle erforderlichen Produktions- und Eichstatistiken und übernimmt die Sicherung relevanter Daten“, so Rehren. Damit stellt das Software-Angebot von Minebea Intec nach seinen Worten eine wichtige Säule für Produktqualität, Lebensmittelsicherheit und Produktivität dar.

Sowohl SPC@Enterprise als auch ProRecipe XT können über Schnittstellen mit übergeordneten Systemen wie (ERP, MES, LIMS etc.) kommunizieren und lassen sich somit perfekt in bestehende Strukturen integrieren.

Dynamisch kontrollieren

Vor allem bei Anlagen mit sehr großen Stückzahlen werden dynamische Kontrollwaagen am Ende des Herstellungsprozesses von Milchprodukten häufig dazu eingesetzt, um das Gewicht und die Vollständigkeit des verpackten Endprodukts schnell und genau zu überprüfen. Bei diesen Systemen ist für den Anwender eine hohe Flexibilität wichtig, um Produktwechsel mit möglichst geringem Aufwand und Zeitverlust realisieren zu können. Mit der Produktfamilie Flexus deckt Minebea Intec diese Anforderungen perfekt ab, erläutert Matthias Rehren: „Die dynamischen Kontrollwaagen der Flexus Serie wurden speziell für hochgenaue Wägeprozesse bei hohen Prozessgeschwindigkeiten entwickelt und eignen sich aufgrund ihrer großen Flexibilität optimal für den Einsatz in der Milchprodukteherstellung. Die Kontrollwaage ist auch mit integriertem Metalldetektor verfügbar“. Schon die Flexus Standardprodukte des Unternehmens stellen für viele Molkerei-Prozesse eine leistungsfähige, wirtschaftliche Lösung dar. „Darüber hinaus bieten wir jedoch sowohl für Flexus als auch bei anderen Produkten kundenspezifische Anpassungen wie Vereinzelungsbänder oder unterschiedliche Ausscheider an, um individuelle Anforderungen der zu wiegenden Produkte zu erfüllen.“

Für viele Anwendungen in der Lebensmittelherstellung bis zu einem Durchsatz von 180 Stück/min werden die dynamischen Kontrollwaagen der Essentus Reihe nach Rehrens Prognose schon bald einen der oberen Plätze erobert haben. Essentus deckt vom Einsteigermodell Essentus efficiency bis hin zur Essentus performance eine große Bandbreite an Wägefunktionalitäten für Gewichte bis 6 Kilo sowie bis 60 Kilo ab. „Alle Essentus Kontrollwaagen garantieren durch den Einsatz der Dehnungsmessstreifen-Technologie eine zuverlässige und exakte Gewichtskontrolle bei einem vergleichsweise attraktiven Preis“, so Matthias Rehren. Mit Essentus performance stehen dem Anwender darüber hinaus viele weitere Funktionen zur Verfügung. Als Beispiele nennt der Minebea Intec Manager die Regelung vorgeschalteter Abfüllanlagen sowie diverse statistische Auswertungen zur Produktionsüberwachung. Die integrierte Tendenzreglung kann bei der Milchprodukteherstellung beispielsweise den gleitenden Mittelwert der produzierten Produkte messen und vorgeschaltete Abfüll-, Portionier- oder Schneidemaschinen vollautomatisch korrigierend regeln, wenn sich ein Trend zur Über- oder Unterfüllung abzeichnet. Zu den weiteren Stärken der Essentus Kontrollwaagen zählt neben der hohen Verwiegungspräzision und Robustheit die einfache, intuitive Bedienung sowie das zugehörige LCD-Farbdisplay. Es kann separat angebracht oder in der Waage integriert werden und ermöglicht eine übersichtliche Darstellung der durchgeführten Analysen sowie das Abspeichern von bis zu 100 unterschiedlichen Produkten.

Metall sicher erkennen

Wie in allen Prozessen der Lebensmittelbranche muss auch bei der Herstellung von Milchprodukten sichergestellt werden, dass keinerlei Metallkontamination vorliegt. Zur Erreichung dieses Ziels entwickelt und produziert Minebea Intec speziell für die Inspektion von Lebensmitteln industrielle Metalldetektoren. Diese Systeme erkennen sowohl eisenhaltige als auch Nichteisenmetalle und schleusen alle damit kontaminierten Produkte zuverlässig aus Produktions- oder Verpackungslinien aus.

Mit dem Metalldetektionssystem Vistus sorgt Minebea Intec für optimalen Konsumentenschutz und ermöglicht den Herstellern von Milchprodukten, ihr Markenimage zu schützen und kostspielige Rückrufe zu vermeiden. Die Vielfalt der Prozesse in dieser Branche deckt das System dabei durch seine hohe Flexibilität ab. Sie beginnt bereits bei den konstruktiven Eigenschaften: Vistus Metalldetektoren sind mit rechteckigen Öffnungen zur Verwendung an Transportbändern sowie mit runden Öffnungen für den Einsatz an Rohrleitungen erhältlich. Zur sicheren Erkennung von Metallen - auch bei wechselnden Produkten - setzt das System auf eine Multi-Frequenztechnologie und stellt dem Anwender eine automatische Lernfunktion zur Verfügung, mit der die Produkteinstellungen ohne besondere Schulungen und Vorkenntnisse schnell konfiguriert oder angepasst werden können. Zur erhöhten Wirtschaftlichkeit tragen umfangreiche Produktspeicher bei, die eine schnelle und einfache Umstellung zwischen verschiedenen Produktchargen zulassen.

Optional können Vistus-Metalldetektionssysteme mit den erforderlichen Monitoringsystemen und Komponenten für die vollständige Umsetzung von Industriestandards wie IFS, BRC und M&S ausgestattet werden. Dazu zählen unter anderem Schutzabdeckungen, Komponenten zur Ausscheideüberwachung, zur Füllstands-Überwachung von Auffangbehältern, zur Luftdrucküberwachung und verschließbare Auffangbehälter. Besonders interessant für den Einsatz in der milchverarbeitenden Industrie ist zudem eine Freifall-Variante, mit der mittels Schwerkraft durch ein Rohr transportierte Pulver oder Granulate zuverlässig auf metallische Fremdkörper überprüft werden können. „Vistus Freefall ist ein extrem flexibles und zuverlässiges System zur Metalldetektion, das über zahlreiche Standardkomponenten auf die individuellen Kundenanforderungen konfiguriert werden kann und auch in ATEX-Ausführung verfügbar ist“, unterstreicht Matthias Rehren. „Aus diesem Grund eignet es sich perfekt auch für den Einsatz in der Milchpulverherstellung“.

Röntgeninspektion gegen Fremdkörper

Neben metallischen Fremdkörpern müssen auch andere ungewollte Stoffe in Milchprodukten sicher identifiziert und aussortiert werden. Für diese erweiterte Aufgabenstellung sind die Röntgeninspektionsanlagen Dymond und Dylight von Minebea Intec die perfekte Lösung. Diese Systeme erkennen Fremdkörper in fertig verpackten Flüssig- oder Trockenprodukten zuverlässig und sind ebenfalls in zahlreichen Varianten verfügbar. So erlauben Dymond Systeme mit Bandbreiten von 200 mm bis zu 800 mm sowie Mehrspur-Anwendungen mit maximal acht Spuren eine individuelle Anpassung der Röntgeninspektion an die vorliegenden Produkte. Mit Dymond S bietet Minebea Intec zudem ein System zur Überprüfung großer, aufrechtstehender Behälter auf kontaminierte Produkte an, das neben der sicheren Fremdkörpererkennung gleichzeitig auch Inline-Qualitätsprüfungen wie die Überwachung von Füllständen durchführen kann.

Wer kompakte Lösungen für die Röntgeninspektion von Molkerei-Produkten benötigt, findet bei Minebea Intec mit den Modellen der Dylight Familie leistungsfähige Optionen. Dylight Anlagen lassen sich aufgrund ihrer Breite von nur einem Meter sehr einfach in bestehende Produktionslinien integrieren und dienen häufig als Einstiegsmodell in die Röntgeninspektion kleinerer Produkte. Auch ihre intuitive Bedienung prädestiniert Dylight Inspektionssysteme für erste Erfahrungen mit dieser Technologie. „Mit ihrer Detektionsgenauigkeit bieten unsere Röntgeninspektionssysteme Dymond und Dylight Milchprodukteherstellern die nötige Flexibilität, um den steigenden Anforderungen in Bezug auf die zunehmenden Produktvarianten gerecht zu werden“, ist Matthias Rehren überzeugt.

Hygienic Design

Das Thema Hygienic Design ist bei der Herstellung von Lebensmitteln essenziell. „Die für diese Branche erforderliche Flexibilität und maximale Performance aller Anlagenteile mit den strengen hygienischen Richtlinien zur Produktion von Lebensmitteln zu kombinieren, zählt zu den Kernkompetenzen von Minebea Intec“, betont Matthias Rehren. „Bei sämtlichen Systemen und Komponenten, die wir für den Einsatz in der milchverarbeitenden Industrie entwickeln, orientieren wir uns an den Vorgaben für hygienisches Design. Nur auf diese Weise können Milchproduktehersteller die erforderlichen Reinigungszyklen wirtschaftlich und sicher durchführen, um hygienisch einwandfreie Produkte zu garantieren“.

Neben den bei Minebea Intec verfügbaren Hard- und Softwaresystemen nennt Matthias Rehren ein weiteres, besonderes Alleinstellungsmerkmal seines Unternehmens: „Produzenten von Lebensmitteln erhalten bei uns leistungsstarke Wäge- und Inspektionslösungen für alle erforderlichen Prozesse aus einer Hand. Bei Bedarf entwickeln wir auch kundenspezifische Lösungen, die exakt auf die individuellen Anforderungen zugeschnitten sind. Mit diesem umfangreichen Portfolio und unserer langjährigen Erfahrung rund um die Herstellung von Milchprodukten ist Minebea Intec optimal für die Zusammenarbeit mit Lebensmittel- und Milchproduktherstellern aufgestellt.“

Auszeichnung und Produktionsüberwachung

Unlängst wurden von Minebea Intec die beiden neuen Preisauszeichnungssysteme WPL-S und WPL-A auf den Markt gebracht, die der Molkerei-Industrie wesentliche Vorteile verschaffen: Beim WPL-S handelt es sich um ein manuelles Preisauszeichnungssystem, das bestens für kleine Produktionsmengen von Käsespezialitäten oder gleichermaßen als Kartonauszeichner (OCM) in Bereichen mit hohem Produktionsaufkommen geeignet ist. Die Wäge- und Drucklösung kann entsprechend der jeweiligen Kundenanforderungen individuell konfiguriert werden.

„Mit dem WPL-A und dem WPL-S erweitern wir unser Angebot für die Lebensmittelindustrie. Zusätzlich zu unseren hochpräzisen Inspektionslösungen und unserem manuellen Auszeichnungssystem WPL-S bieten wir mit dem WPL-A eine Lösung, die den Automatisierungsprozess in der Molkerei-Industrie weiter vorantreibt“, so Sara Vivanco, Product Manager bei Minebea Intec.

Erfolgt eine End-of-Line-Kontrolle abgepackter Produkte, berechnet das automatische Preisauszeichnungssystem WPL-A über das Durchlaufgewicht den Preis basierend auf dem Gewicht der Einzelpackung. Alternativ kann das WPL-A auch als Kontrollwaage eingesetzt werden, um Produkte auf ein fixes Durchschnittsgewicht zu überprüfen und solche auszusortieren, die nicht den Spezifikationen entsprechen. Das System eignet sich ebenso für das Verwiegen chaotischer Produktfolgen: Durch Ermittlung des Wägebereichs jeder einzelnen Verpackung wird festgestellt, zu welchem Produkt bzw. welcher Charge sie gehört, und eine entsprechende Auszeichnung durchgeführt.

Beide Preisauszeichnungssysteme erfüllen ausdrücklich die Richtlinien des Hygienic Designs, z. B. Druckerschrank in Washdown-Applikationen sowie offene Kabelführungen und Kabelschwänze. Die Systeme weisen keine Schmutzfallen auf, in denen sich Lebensmittelreste absetzen könnten. Mithilfe präziser Wägeergebnisse tragen die Inspektionslösungen zu einer höheren Effizienz und Leistung der Produktionslinie bei.

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